01.10.2018
So ernten Sie Äpfel und Birnen richtig

Jetzt im Herbst reifen die Früchte von Äpfeln und Birnen. Werden Sie zu früh gepflückt, entwickeln sie nicht ihr volles Aroma, schmecken weniger süß und sind weniger saftig. Zu spät geerntet sind sie nicht lange haltbar, werden Äpfel schnell mürbe und Birnen rasch teigig. Wie erkennt man nun den optimalen Pflücktermin?

Es gibt einige Anzeiger (Indikatoren), die Sie heranziehen können, um bei Kernobst den besten Pflückzeitpunkt zu bestimmen:

  1. Grundfarbe: Die Grundfarbe ist bei allen unseren Apfel- und Birnensorten grün bis gelb. Je weniger grün und je gelber die Früchte sind, desto reifer sind sie schon geworden.
  2. Deckfarbe: Sie bezeichnet die Rotfärbung, die die Grundfarbe überlagert. Sie muss sortentypisch ausgeprägt sein. Ist ein an sich rotbackiger Apfel noch grün, muss er noch am Baum hängen bleiben.
  3. Samenfarbe: Bei im September und Oktober reifenden Kernobstsorten sind die Samen zur Pflückreife nicht mehr weißlich-braun, sondern satt braun gefärbt.
  4. Ablösbarkeit vom Fruchtholz: Am Fruchtstiel ist die Frucht mit dem Baum verbunden. Löst sich dieser leicht vom Fruchtholz ab, ist das ein gutes Zeichen, dass die Pflückreife eingesetzt hat. Bleibt die Frucht hingegen auch dann am Baum, wenn man sie mit der Hand leicht anhebt und dreht, warten Sie am besten noch einige Tage mit der Ernte.

Bei Apfelbäumen können Sie auf keinen Fall alle Früchte auf einmal abernten. Sie brauchen mindestens zwei, besser drei Durchgänge. Nur so können Sie sicherstellen, dass die Früchte in bester Geschmacksqualität sind – und das ist doch das Wichtigste!


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