15.09.2019
Schutznetze für Madenfreies Obst – eine Erfolgsstory

Die Maden im Obst werden immer mehr. Fallenfänge sind wirkungslos. Aber zur Verzweiflung gibt es keinen Anlass: Mit Madenschutz-Netzen, die am Bayerischen Obstzentrum entwickelt wurden, können Sie die schädigenden Insekten vollkommen ohne Chemie in Schach halten - und das bei quasi jeder gefährdeten Obstart.

Wer kennt es nicht: Da bemüht man sich das ganze Jahr über um die Obstbäume, schneidet, bindet Äste waagrecht, düngt fachgerecht und vergrämt Blattläuse, dünnt überzählige Früchte aus und schwitzt vor jedem Gewitter im Anbetracht eines möglichen Hagelschlags. Endlich will man die Früchte ernten, hineinbeißen in die gesunden Köstlichkeiten, die die Natur hat heranwachsen lassen. Und da schaut der “Wurm” heraus.

Eigentlich ist es gar kein Wurm, sondern es sind Maden von Fliegen oder Larven von Schmetterlingen, je nachdem, welche Obstart wir gerade betrachten. So manchem Gärtner hat das schon die Zornesröte ins Gesicht getrieben, manchen so zur Verzweiflung gebracht, dass er alle Obstbäume aus dem Garten entfernt hat.

Madenschutznetz auf Mirabellenbaum
Madenschutznetz auf Mirabellenbaum

Das muss nicht sein: Zwar sind Fallen, gleich welcher Art, so gut wie wirkungslos. Daher rentiert es sich kaum, Mühen und Geld in diese Form der Schadensbekänpfung zu stecken. Eine chemische Bekämpfung ist nicht nur unbeliebt, sie ist schlichtweg auch nicht möglich, da im Hausgarten umweltschonende Mittel hierführ fehlen. Aber es gibt die Methode, die fliegenden Schädlinge davon abzuhalten, die Eier an den Obstbäumen abzulegen. Dazu hat das Bayerisches Obstzentrum die Madenschutznetze entwickelt – und diese funktionieren exzellent.

Als einzige praktikable und wirksame Bekämpfungsmethode finden sie immer mehr Verwendung in den Gärten (Details finden Sie hier).
Die Wickler haben nun ihre Begattungs- und Eiablageaktivität eingestellt. Bei Apfel und Birne können die Schutznetze abgenommen werden.
Bei Zwetschen und Pflaumen empfehlen wir, das Netz bis zur Ernte auf dem Baum zu belassen, so dass auch die gefürchtete Kirschessigfliege die Früchte nicht befallen kann. Sie tritt erst bei der Fruchtreife auf und kann die Ernte völlig zerstören. In diesem Jahr war der Befall ab Ende August in vielen Gebieten verheerend: Pflaumen und Zwetschgen, Brom- und Himbeeren, Holunderbeeren und Tafeltrauben wurden massiv befallen und verfaulten daraufhin innerhalb weniger Tage. Das Tückische bei diesem Schädling ist, dass die sehr kleinen Maden oft unbemerkt bleiben und nur das Verfaulen der Früchte, das aufgrund des Befalls einsetzt, bemerkt wird. Der Gärtner gibt dann eher den fäulniserregenden Pilzen die Schuld am Verderb des Obstes, obwohl die Maden der Kirschessigfliege ursächlich sind. Übrigens gibt es mittleweile auch kleinere vorkonfektionierte Schutznetze, die insbesondere fürs Beerenobst gut geeignet sind.

Die Rückmeldungen vieler Nutzer und unsere eigenen Erfahrungen zeigen, dass die Schutznetze hochwirksam sind. Ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wachsen die Früchte madenfrei heran, und das bei einem Wirkungsgrad von fast 100 %. Keine andere Methode ist auch nur annähernd so umweltschonend und wirksam.

Kirschessigfliege auf Zwetschenfrucht
Kirschessigfliege auf Zwetschenfrucht

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