13.05.2019
Madenfreies Obst - jetzt Schutznetze auflegen!

Maden („Würmer“) in Kirschen, Zwetschen, Pflaumen, Äpfeln und Beerenobst gehören der Vergangenheit an, wenn Sie die Madenschutznetze des Bayerischen Obstzentrums auf die Sträucher oder Bäume legen. Das ist der einzige Weg, wie Sie die unangenehmen Schädlinge ohne Chemie, einfach und zeitsparend von den Früchten fernhalten. Deshalb finden die vom Bayerischen Obstzentrum entwickelten Schutznetze immer weitere Verbreitung. Ab Mitte Mai beginnt der Flug der Falter, deshalb ist es jetzt an der Zeit, die Netze auszupacken und aufzulegen.

Neben den altbekannten Schädlingen wie Apfelwickler, Pflaumenwickler und Kirschfruchtfliege schädigen zunehmend neu eingeschleppte Insektenarten wie die Kirschessigfliege die Früchte zahlreicher Obstbäume und Beerensträucher. Von ungeschützten Bäume lassen sich oft keine gesunden Früchte mehr ernten. Das frustriert die Hobbygärtner mitunter so sehr, dass sie ihre Obstbäume entfernen.
Das muss nicht sein: Das Bayerische Obstzentrum hat mit den Insektenschutznetzen ein System entwickelt, bei dem ohne jeglichen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Hausgarten madenfreies Obst heranwächst. Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl der Freizeitgärtner, die die Schutznetze nutzen, um ihre Ernte zu schützen.
(Das Photo zeigt eine Zwetschenfrucht, die von Maden der Kirschessigfliege befallen ist. Dadurch fault die Frucht innerhalb kürzester Zeit.)

KEF-Befall bei Zwetsche, sekundär Fäulnis (Monilia)
KEF-Befall bei Zwetsche, sekundär Fäulnis (Monilia)

Befall mit der Kirschessigfliege führt bei Stein- und Beernobst zu massiven Schäden durch Fruchtfäule. Neben Kirschen werden Pflaumen, Zwetschen, Mirabellen, Renekloden, Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Stachelbeeren, Minikiwis, Holunder und Tafeltrauben befallen. In den Früchten leben bis zu 20 Maden, die sich rasch verpuppen und zum explosionsartigen Anstieg der Schädlingspopulation führen.
Werden Madenschutznetze aufgelegt, wird der Befall auf beinahe Null reduziert. Ebenso werden die Maden der Kirschfruchtfliege, des Apfel- und des Pflaumenwicklers umweltschonend und effizient ferngehalten, wenn Sie Madenschutznetze auflegen

  • Details – auch zur Montage des Netzes – finden Sie hier.
  • In unserem Online-Shop können Sie fertig konfektionierte und einsatzbereite Schutznetze mit Reißverschluss bestellen.

Madenschutznetz
Madenschutznetz

So geht’s bei den einzelnen Obstarten!

  • Apfel und Birne: Der Flug des Apfelwickler beginnt Mitte Mai, die ersten Eiablagen der bräunlichen Falter, die in der Dämmerung aktiv sind und bei abendlichen Temperaturen von über 18 °C gut beobachtet werden können, stehen bevor. Legen Sie in den kommenden Tagen die Netze auf.
  • Süß- und Sauerkirsche: Die Kirschfruchtfliege beginnt mit der Eiablage an den Früchten, wenn sich diese von grün auf gelb umfärben. Das ist je nach Sorte meist Anfang Juni der Fall. Seien Sie mit dem Auflegen der Netze lieber etwas zu früh dran, erledigen Sie es also ebenfalls in den nächsten Tagen. Belassen Sie die Netze bis zur Ernte auf dem Baum, so sind die Früchte auch vor Befall mit der gefürchteten Kirschessigfliege geschützt. Nutzen Sie für Steinobst das extra engmaschige Madenschutznetz 2. Natürlich können auch die Vögel die Früchte nicht erreichen, wenn die Bäume mit dem Netz bedeckt sind.
  • Pflaume, Zwetschge, Mirabelle, Reneklode: Auch der Flug des Pflaumenwicklers wird in den nächsten Tagen bei der becorstehenden langsamen Erwärmung einsetzen. Legen Sie die Netze ebenfalls in den kommenden Tagen auf. Verwenden Sie die extra engmaschigen Madenschutznetze 2, so dass auch die Kirschessigfliege die Früchte nicht befallen kann. Das Netz schützt die Früchte auch vor Wespen.
  • Beerenobst: Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren, Heidelbeeren etc.: Sämtliches Beerenobst wird von der Kirschessigfliege befallen. Alle Früchte, die ab August reifen, sind akut gefährdet. Früher reifende Sorten bleiben oft befallsfrei. Für die Beerensträucher haben wir extra ein preiswertes kleineres Netz konfektioniert. Es ist 2 m lang und hat einen Durchmesser von 1,5 m (Madenschutznetz 3).
Bitte beachten Sie: Blattläuse vor dem Einnetzen bekämpfen
Ehe Sie das Netz auflegen, sollten Sie kontrollieren, ob Blattläuse an den Obstgehölzen saugen. Wenn Sie einen Befall feststellen, bekämpfen Sie diese mit einer Methode Ihrer Wahl (s. Meldung „Blattläuse bekämpfen“). Legen Sie danach das Madenschutznetz auf. Ehe sie es am Stamm zusammenbinden, sammeln Sie vier bis fünf Marienkäfer und bringen Sie die Nützlinge auf die Blätter unter den eingenetzten Baum. Die Tiere werden dabei helfen, die verbliebenen Blattläuse zu vertilgen. Marienkäfer in der nötigen Anzahl finden Sie ganz schnell an allen Pflanzen, die massiv mit Blattläusen befallen werden, z. B. an Holunder- oder Jasminsträuchern.

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