Jetzt stellen Sie die Weichen für das Gedeihen Ihres Obstbaumes

Sie haben sich für einen kleinkronigen Obstbaum aus dem Bayerischen Obstzentrum entschieden. Damit profitieren Sie von langjähriger Erfahrung, die auf der Auswertung umfangreicher Versuchspflanzungen basiert. Sie können sicher sein, dass der Baum sortenecht ist, kleinkronig bleibt, frühzeitig in Ertrag kommt und bedeutend widerstandsfähiger gegen Krankheiten als das Gros der erhältlichen Obstsorten ist.
Mit der Pflanzung des jungen Obstbaumes stellen Sie die Weichen für sein Gedeihen. Folgende Hinweise sollen Ihnen dabei helfen:

Standort: möglichst sonnig
Der Baum sollte möglichst sonnig zu stehen kommen, damit der Baum ausreichend Sonnenenergie umwandeln, sich erfolgreich gegen Krankheiten und Schädlinge wehren kann und die Früchte ihr volles Aroma ausbilden können. Halten Sie einen ausreichenden Abstand zu benachbarten Bäumen und Sträuchern. Vermeiden Sie Senken, aus denen Kaltluft nicht abfließen kann (Gefahr von Spätfrösten).

Topfballen: Garant für sicheres Anwachsen
Sie haben einen Baum im Topfballen erworben. Dadurch können Sie, ohne dem Baum zu schaden, günstige, d. h. möglichst trockene und frostfreie Witterung zur Pflanzung des Baumes abwarten. Halten Sie den Topfballen stets feucht. Wässern Sie ihn nochmals unmittelbar vor dem Pflanzen gründlich. Die patentierten Multiwurzeltöpfe, die wir verwenden, bieten die besten Voraussetzungen für sicheres Anwachsen und gutes Gedeihen.

Pfahl: unersetzliche Stütze für den reichtragenden Obstbaum
Kleinkronige Obstgehölze brauchen zeitlebens einen stabilen Pfahl, damit sie bei Fruchtbehang nicht vom Wind umgedrückt werden. Dazu eignen sich verschiedene Arten von Holz- oder Betonpfählen. Letztere sind besonders haltbar. Unter den Holzpfählen gehören Robinien-, Edelkastanien- und Eichenpfähle zu den langlebigsten. (Fichten- oder Kiefernpfähle sind nicht ausreichend lange haltbar und werden daher nicht empfohlen.) Eine Länge von ca. 2 m hat sich bewährt, so dass die Pfähle etwa 1,7 m aus dem Erdreich ragen. Schlagen Sie den Pfahl vor dem Pflanzen in den Boden. Kontrollieren Sie den Pfahl alljährlich und wechseln Sie ihn aus, wenn er nicht mehr hält.

Ausheben der Pflanzgrube
Heben Sie, sobald es die Bodenverhältnisse zulassen, eine Pflanzgrube aus, die etwa zweimal so groß ist wie der Topfballen. Verbessern Sie das Erdreich mit reichlich Blumenerde (1:1 mischen) oder geben Sie eine Schaufel gut abgelagerten Kompost dazu. (Zu viel Kompost hemmt das Anwachsen.) Geben Sie frischen Kompost auf keinen Fall in die Pflanzgrube, sondern bedecken Sie den Boden damit nur oberflächlich.

Pflanzen des Baumes: nicht zu tief
Ziehen Sie den Multiwurzeltopf vom Wurzelballen ab. Schütteln Sie möglichst viel Erde vom Topf ab, indem Sie den Baum an den untersten 30 cm des Stamms mit der Hand fassen und den Wurzelballen mehrmals am Boden aufklopfen. So legen Sie die feinen Faserwurzeln frei. Pflanzen Sie den Baum so ein, dass die Oberkante des Topfballens mit dem Niveau des umgebenden Erdreichs abschließt. Der Topfballen darf auf keinen Fall mit Erde überdeckt werden, sonst kann die Eigenschaft der Kleinkronigkeit mitunter verloren gehen. Gerät die Veredelungsstelle unter die Erdoberfläche, so kann die aufveredelte Sorte eigene Wurzeln bilden und die schwachwuchsinduzierende Wirkung der Unterlage aufheben. Nur Tafeltrauben machen eine Ausnahme. Sie werden (als Frostschutz) bis zur Veredlungsstelle eingegraben.

Angießen
Gießen Sie den Baum mit 10-15 l Wasser an, so dass das umliegende Erdreich an den Wurzelballen gespült wird.

Anbinden: locker, aber stabil
Binden Sie den Baum so am Pfahl an, dass das Band den Baum nicht einschnürt, er aber trotzdem Halt findet. Am besten eignet sich dafür der Kunststoff-Baumanbinder, den Sie vom Bayerischen Obstzentrum beziehen können. Er ist stammschonend, verstellbar und kann sehr leicht dem Dickenwachstum des Baumes entsprechend angepasst werden.