Häufig gestellte Fragen

Filtern nach Obstart

nach Problem

nach Entwicklungsstand

Ihre Frage wurde hier nicht beantwortet?
Hier geht es zur individuellen Beratung.

Wie erkenne ich einen Befall der Birnenpockenmilbe und was kann ich dagegen tun?

Blätter und Blüten verkrüppeln, Früchte entwickeln sich kaum noch. Der Baum wird über die Jahre hinweg geschwächt. Das ist das Schadbild der Birnenpockenmilbe.

Bedeutung und Lebensweise
Die Birnenpockenmilbe ist ein Schaderreger, der sich in den letzten Jahren zunehmend verbreitet hat und Ertragsausfälle von mehr als 60 % verursachen kann. Die kleinen, mit bloßem Auge nicht sichtbaren Milben überwintern an den Knospenschuppen. Sobald sich diese beim beginnenden Austrieb zu spreizen beginnen, wandern sie an die jungen Blätter, die gerade aus den Knospen herausspitzen. Auch die Blüten werden befallen. Die eigentlich reinweißen Blütenblätter der Birne zeigen dann rötliche Flecken und wölben sich unregelmäßig, oft verkümmern sie. Der Fruchtansatz bleibt gering. Die jungen Früchte sind berostet. Mitunter bleiben sie krüppelig und klein und sind kaum genießbar. Die Blätter rollen sich entlang der Mittelachse ein. Im Mai zeigen sie orange-rote Streifen, später werden diese bräunlich. Die Blattfläche ist stark reduziert, der Baum wird massiv geschwächt.

Was kann man tun?
So schwer die Schäden sind, die die Birnenpockenmilbe anrichten kann, so leicht kann man sie bekämpfen – umweltschonend und äußerst wirksam. Nur muss man früh im Jahr aktiv werden, denn die Population der Birnenpockenmilbe lässt sich fast ausschließlich im März und April verringern:
Sobald die Knospen des Birnbaums schwellen, müssen die Birnbäume im Abstand von einer Woche drei bis vier Mal mit Netzschwefel behandelt werden. Netzschwefel wird in biologisch und integriert wirtschaftenden Obstbaubetrieben viele Male im Jahr verwendet. Es ist ein breit wirksames, toxikologisch völlig unbedenkliches Fungizid (Mittel gegen Pilzkrankheiten), das auch eine Wirkung auf Milben hat. Im Hausgarten sind mehrere Präparate zugelassen, die Netzschwefel enthalten.
Das Bild unten zeigt das Entwicklungsstadium der Birnenknospen, bei dem die erste Behandlung mit Netzschwefel erfolgen muss.

Birnenpockenmilbe: Schäden an jungen Blättern
Birnenpockenmilbe: Schäden an jungen Blättern
Knospenschwellen Birne
Knospenschwellen Birne
Wie soll ich meine Äpfel oder meine Birnen lagern?

Die optimalen Bedingungen zur Lagerung

  • Temperatur
    Optimal ist eine Temperatur von 1,5 bis 2 °C beim Apfel, von -0,5 bis -1,0 °C bei der Birne.
  • Luftfeuchte
    Die relative Luftfeuchte sollte bei 92-95 % liegen.
  • Zusammensetzung der Atmosphäre, die die Früchte umgibt
    Die Lageratmosphäre, die die Früchte umgibt, sollte möglichst wenig Sauerstoff (1 bis 2,5 %) und möglichst viel Kohlendioxid (0,5 bis 2,5 %) enthalten.
    Im Hausgarten wird es schwierig sein, die genannten Lagerungsbedingungen optimal einzuhalten. Es ist aber schon viel erreicht, wenn sie näherungsweise eingestellt werden: Suchen Sie sich den Raum mit der niedrigsten Temperatur aus. Das kann ein Kellerraum, ein Geräteschuppen oder auch die Garage sein. Die Zusammensetzung der Lageratmosphäre wird dadurch reguliert, dass die Früchte in eine Plastiktüte (z. B. Gefrierbeutel) gelegt werden: Während der Lagerung geben die Früchte Wasserdampf ab, dadurch steigt die Luftfeuchte im Plastikbeutel. So schrumpfen die Früchte deutlich weniger. Zudem nehmen die Früchte bei der Atmung, die sie natürlicherweise durchführen, Sauerstoff auf und geben Kohlendioxid ab.

    (Nur bei einem Erdkeller, in dem die Luftfeuchte sehr hoch gehalten werden kann, ist es sinnvoll, die Früchte offen in Regale oder Steigen zu legen. Ist die Luftfeuchte nämlich zu gering, schrumpeln die Früchte sehr schnell.)

Schritt für Schritt: Lagerung von Kernobst im Hausgarten


  1. Ernten Sie die Früchte schonend, es darf keine Verletzungen der Fruchtoberfläche und keine Druckstellen geben. Alle Früchte, die vom Baum zu Boden gefallen sind, können nicht eingelagert werden.
  2. Verpacken Sie die Früchte in durchsichtige Plastikbeutel (z. B. 6 Liter-Gefrierbeutel). Verschließen Sie die Plastikbeutel, z. B. mit einem Gummiring.
  3. Tragen Sie die in Plastik gepackten Früchte ins Lager, z. B. in einen kühlen Kellerraum oder die Garage. Legen Sie sie dort in ein Regal.
  4. Schneiden Sie mit einer kleinen Schere zwei kleine Schlitze (ca. 1 cm breit) in den Folienbeutel. So kann überschüssiges Wasser entweichen. Wenn nach einigen Tagen trotzdem Wasser in den Beuteln kondensiert, schneiden Sie nach und nach noch mehr kleine Schlitze hinein.
  5. Kontrollieren Sie die Tüten wöchentlich. Finden Sie eine faule Frucht, nehmen Sie den Beutel mit in die Küche und verzehren die gesunden Früchte, die sich im Beutel befinden. Öffnen Sie Beutel mit Früchten, die Pilzbefall aufweisen, nie im Lagerraum.
    So können Sie gesunde Früchte von lagerfähigen Sorten über Monate hinweg aufbewahren.

Lagerung von Äpfeln und Birnen
Lagerung von Äpfeln und Birnen
Lagerung von Äpfeln im Folienbeutel
Lagerung von Äpfeln im Folienbeutel
Wir haben Wühlmäuse im Garten. Was sollte ich vor der Pflanzung eines Obstbaums beachten?

Bäume, die jünger als fünf Jahre sind, können durch Wühlmausfraß zum Absterben gebracht werden. Deshalb ist es sehr wichtig, hier entsprechend vorzubeugen.

Wühlmäuse


Wühlmäuse oder Schermäuse graben flach unter dem Boden laufende Gänge. Oft, aber nicht immer, werfen sie Erdhügel auf. Sie fressen Wurzeln der Obstgehölze, Jungbäume nagen sie bis auf die Hauptwurzel ab. Die Bäume treiben im Frühjahr an, dann sterben sie schnell oder langsam ab, je nachdem, wie stark die Schädigung durch die Wühlmaus war.

Maulwürfe schädigen Obstbäume übrigens nicht. Bei Maulwurfshügeln finden Sie den Zugang zum darunterliegenden Gang fast immer direkt in der Mitte des Hügels. Bei Wühlmaushügeln endet der Zugang zum Mäusegang in der Regel seitlich am Rand des Hügels. Trotzdem ist es nicht sinnvoll, Maulwürfe im Garten zu dulden: Wühlmäuse sind nämlich relativ grabfaul: Sie nutzen gerne verlassene Maulwurfsgänge.

Schutz vor Wühlmäusen

  • Am besten fangen Sie Wühlmäuse mit einer Falle, dann sind Sie sicher, dass keine Fraßschäden mehr auftreten. Z. B. gibt des die Bayerische Drahtfalle oder die Topcat Wühlmausfalle, aber auch noch viele andere.
  • Bei der Pflanzung von Jungbäumen können Sie einen Wühlmauskorb eingraben, der den Wühlmäusen den Zutritt zum Wurzelraum verwehrt. Achten Sie aber darauf, dass der Wühlmauskorb (besteht aus sechskantigem Kaninchengeflecht) zum Stamm hin so eingeschlagen wird, dass auch von oben keine Wühlmaus eindringen kann. damit der Stamm beim Dickenwachstum nicht geschädigt wird.